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50/2010
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K3A

Das DAGN-AD-IMPROVe-Projekt teilt sich in zwei Bereiche:

  1. die Evaluation zu gesundheitsökonomischen und klinischen Daten
    K3A (Krankheitskostenkohortenanalyse) sowie
    - Datensammlung abgeschlossen, Auswertung läuft
  2. die Entwicklung von Adhärenzinstrumentarien
    - abgeschlossen

K3A (Krankheitskostenkohortenanalyse)

Da die HIV-Infektion zu einer chronisch behandelbaren Erkrankung geworden ist, wird davon ausgegangen, dass regelmässig entsprechende finanzielle Ressourcen im Gesundheitssystem benötigt werden. Jedoch stehen derzeit nur wenige Informationen über die genaue Verteilung der Kosten durch die HIV-Erkrankung zur Verfügung. Detaillierte Informationen hierzu sollen mittels der K3A-Studie generiert werden. Hier wird neben einer klinischen Observation eine prospektive, multizentrische Kostenstudie zur HIV-Infektion an einem ambulanten Patientenkollektiv durchgeführt. Die Erhebung der Daten wurde im Jahr 2009 abgeschlossen. Mit der Publikation der Ergebnisse ist Anfang 2011 zu rechnen.

Zielsetzung:
Ein Ziel der Untersuchung ist es, die Krankheitskosten der HIV-Infektion in Deutschland anhand eines in HIV-Schwerpunktpraxen behandelten Patientenkollektivs zu erheben.

Hierzu sollen primär Subgruppenanalysen erfolgen in Hinblick auf die ART-Schiene (Therapie-naiv, unter initialer ART, unter 2. oder 3. ART, unter 4. oder weitere ART) und ggf. auf die HIV-Transmission Risiko-Gruppen (nicht in der Fallzahlberechnung berücksichtigt) (MSM; i.v. Drogengebrauch; heterosexuelle Kontakte; Patient aus Endemiegebieten und weitere).

Ein weiteres Ziel der „K3A“-Studie  ist die Evaluation der Behandlungsrealität ein Jahrzehnt nach Einführung der HAART, die diese Therapieansätze reflektiert. Hierzu werden klinische Parameter und Therapiedaten erfasst.

Studiendesign:
Die prospektive, multizentrische gesundheitsökonomische Evaluation und klinische Observation ist mit einem Follow-up von 18 Monaten durchgeführt.

Verteilung/Zentren:

Patienten
- Einschlusskriterien:

- Ausschlusskriterien:

Dokumentation:
Der behandelnde Arzt füllt zwei Dokumentationsbögen pro Follow-up und Patient aus, einen zur Erfassung der klinischen Parameter, einen anderen zur Evaluation der direkten und indirekten Kosten.

Datengenerierung:
Im Rahmen des gesundheitsökonomischen Fragebogens werden Fragen zur Evaluation der direkten und indirekten Krankheitskosten beantwortet. Eine Einbeziehung intangibler Kosten in die Evaluation ist nicht vorgesehen.

Die von den Ärzten erhobenen Daten werden über die DAGNÄ an den Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen zur Auswertung weitergeleitet. Die Ermittlung der Preise zur Bewertung der erfassten Ressourcenverbräuche durch die Ärzte wird vom Lehrstuhl für Medizin-Management vorgenommen.