dagnä-Workshops

Der dagnä-Workshop ist die jährliche Tagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft der niedergelassenen Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e.V. und zugleich deren umfangreichste und wichtigste Fortbildungsveranstaltung. Im Rahmen des Workshops findet auch die jährliche Mitgliederversammlung statt.

Für etwa 300 Teilnehmer werden Plenarvorträge zum aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie von HIV/Aids, dem Spektrum der Begleiterkrankungen sowie gesundheits- und sozialpolitischen Aspekten angeboten. Daneben finden verschiedene Parallelseminare statt, in denen einige Themenschwerpunkte vertieft werden können. Flankiert wird das Programm z.B. von Fortbildungen der Akademie für Infektionsmedizin, einem GCP-Kurs und Fortbildungsangeboten für Medizinisches Fachpersonal. Darüber hinaus wird der dagnä-Workshop zu Treffen und Sitzungen z.B. der DAIG, des Kompetenznetzes HIV/Aids oder verschiedener Leitliniengruppen genutzt.

Der dagnä-Workshop findet traditionell im September in Köln statt.

Der kommende 27. dagnä-Workshop 2017 findet am 7.-9. September 2017 in Köln statt.

Veranstaltungsort: Radisson Blu Hotel Köln Messe, Messe Kreisel 3, 50679 Köln

Programmbroschüre

Veranstaltungen im Überblick

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Für den InfektiologieKursus "Abdominelle Infektionen" der Akademie für Infektionsmedizin ist eine gesonderte Anmeldung erforderlich.

Bitte melden Sie sich für den InfektiologieKursus hier an.

Gemäß den Richtlinien des FSA-Kodex Fachkreise finden Sie hier eine Aufstellung der Sponsoren des 27. dagnä-Workshops.

 

Workshop 2016

8.-10. September 2016, Köln

Programmheft

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe dagnä-Mitglieder,

2015 stand im Zeichen des 25-jährigen dagnä-Jubiläums. 2016 hingegen kehrt die vermeintliche "Routine" wieder ein: Auch die 26. Jahrestagung der HIV-Behandler und ambulant tätigen Infektiologen präsentiert einen breiten Querschnitt zu den Neuigkeiten bei HIV, Hepatitis und Infektiologie.

Bereits mit der Keynote Lecture werden unsere Erwartungen auf unkonventionelle Art gegen den Strich gebürstet – wir freuen uns sehr auf den Beitrag „Schubladendenken“ von Prof. Hans-Jakob Furrer aus Bern. Wie jedes Jahr greift der dagnä-Workshop natürlich aktuelle Fragen aus Medizin und Versorgung sowie der Gesundheitspolitik auf: Erstmalig wird die neue Strategie der Bundesregierung zu HIV, Hepatitis und weiterer sexuell übertragbarer Infektionen auf einem HIV-Kongress prominent diskutiert. Mit Spannung erwarten wir auch die Ergebnisse der dagnä-PrEP-Umfrage.

Last but not least: Wissenschaftliche Updates nach der IAS-Konferenz in Durban sowie die Herausforderungen durch „Chemsex“ – David Stuart, engagierter Kämpfer für das Konzept der „club drug clinic“, wird interessante Einblicke geben. Eine Deeskalations-, eine Infektiologische- und eine HCV-Sprechstunde schärfen den Blick auf die täglichen Herausforderungen in den Praxen.

Im umfassenden Vorprogramm: Ein für die Teilnehmer des Workshops kostenloser GCP-Kurs, ein Workshop mit dem aktualisierten dagnä HIV-Qualitätsmanagement-Lotsen sowie – gemeinsam mit der DAH der Kurs „Let’s talk about sex.. – Schon wieder eine Syphillis?“ über schwierige ärztliche Beratungssituationen. Außerdem findet wieder ein InfektiologieKursus der Akademie für Infektionsmedizin und eine begleitende Fortbildung für MFA statt. Für die Vorkurse ist eine Voranmeldung notwendig.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Veranstaltung mit interessanten Einblicken und Debatten und nicht zuletzt kollegialen Austausch in angenehmer Atmosphäre.

Dr. Knud Schewe
Sprecher des dagnä-Vorstandes

Workshop 2015 

25. dagnä-Workshop vom 24. – 26. September 2015

Radisson Blu Hotel Messe Köln
Messe Kreisel 3
50679 Köln

Programmheft
Schewe80x110-mit-Rand»Die dagnä feiert in diesem Jahr das Jubiläum ihres 25-jährigen Bestehens. Der 25. dagnä-Workshop wird das Jubiläum entsprechend aufgreifen: Heribert Knechten, Hans Jäger und Jörg Gölz werden nicht nur einen Blick zurück in die Gründungsjahre, auf die Erfolgsgeschichte der Implementierung der niedergelassenen HIV-Schwerpunktbehandlung werfen, sondern auch einen Blick in die Zukunft wagen: Wie wird die HIV-Versorgung künftig aussehen? Wie werden die HIV-Schwerpunktbehandler mit ihrer Kernkompetenz in der Diagnostik und Behandlung von Infektionserkrankungen in den kommenden 25 Jahren ihre Expertise einbringen können?

Und: Wir freuen uns sehr, dass mit Volker Beck (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) eine profilierte Persönlichkeit mit hohem Engagement im Bereich HIV/Aids die Jubiläumstagung mit einem festlichen Grußwort bereichern wird.

Wie jedes Jahr greift die Jahrestagung aktuelle Fragen aus Medizin und Versorgung auf: Das Thema PrEP macht gegenwärtig Schlagzeilen. Nachdem die dagnä wie auch die DAIG im Vorfeld Stellung bezogen haben, freuen wir uns besonders, dass Sheena McCormack, Leiterin der PROUD Studie, „frische“ Daten dieser neuen Präventionsmethode vorstellen wird. Ein prominent besetztes Podium wird den möglichen Einsatz der PrEP in Deutschland anschließend diskutieren. Last but not least: Weitere, wichtige Themen des Workshops 2015 sind – neben vielen anderen – die wissenschaftlichen Updates nach der IAS-Konferenz in Vancouver sowie die Herausforderungen durch selbstschädigendes Verhalten sowie „Chemsex“ (Sex in Verbindung mit Drogengebrauch) bei Männern, die Sex mit Männern haben.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Veranstaltung mit interessanten Einblicken und Debatten und nicht zuletzt kollegialen Austausch in angenehmer Atmosphäre.«

Dr. Knud Schewe

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Workshop 2014

24. dagnä-Workshop vom 11 – 13. September 2014 in Köln

Hotel Radisson Blu Köln
Messe Kreisel 3
50679 Köln
Telefon: 0221 / 277 200

Programmheft

Registrierung vor Ort möglich

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Workshop 2013

23. dagnä-Workshop am 5. – 7. September 2013 in Köln

Programmheft

23. dagnä Workshop 2013 erfolgreich

Am 7. September 2013 ging der 23. dagnä Workshop 2013 zu Ende. Fast 300 Teilnehmer haben den Weg nach Köln gefunden, um Trends und Herausforderungen aus dem Bereich HIV/Aids zu diskutieren und sich auf den neuesten Informationsstand zu bringen – in diesem Jahr in etwas erneuertem Gewand: Die modifizierte Konzeption des Workshops, etwa der Kursus der Akademie für Infektionsmedizin, der GCP-refresher-Kurs , vor allem aber die neue Keynote lecture, wurde dabei sehr gut angenommen. Die Jahrestagung der HIV-Schwerpunktbehandler soll vor allem eines: Medizinische Fachthemen in den Mittelpunkt stellen, zugleich aber auch über gesundheits- und versorgungspolitische Entwicklungen informieren.

Besonders aufmerksam wurde  der  Vortrag zu den Strategien  der  funktionellen resp. sterilisierenden Heilung  der HIV-Infektion im Rahmen der Keynote lecture verfolgt. Im Plenum des Workshops erlebte das  Auditorium einen  aktuellen Querschnitt zu Antibiotikatherapie, HCV Therapeutika, Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl und selbstverständlich zum Stand der HIV-Therapie 2013 sowie die wichtigsten Studienpublikationen zum Thema.

Ohne die Beiträge aller Referenten und Moderatoren – denen an dieser Stelle unserer besonderer Dank gilt –  ist weder das anerkannte Niveau zu gewährleisten, noch die Bandbreite der Veranstaltungen möglich, die viele Aspekte der HIV-Behandlungsrealität thematisiert.

Wir freuen uns schon jetzt auf den 24. Dagnä Workshop 2014 am 11.-13. September 2014 in Köln.

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 Interview mit Dr. Schewe

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„Der Weg bis zur vollständigen Heilung ist noch sehr weit“

Was waren die Erkenntnisse des 23. dagnä-Workshops zur HIV/Aids-Versorgung? Welche Rolle wird zukünftig das Thema Heilung, welche das Thema Hepatitis C spielen? Interview mit Tagungsleiter und dagnä-Vorstand, Dr. Knud Schewe (oberes Foto).

Herr Dr. Schewe, die Workshop-Teilnehmer hatten großes Interesse an der Keynote lecture „Heilung: Science oder Fiction“: Was kann man generell von den immer häufiger auf Aids-Kongressen präsentierten Untersuchungen von „funktionell“ geheilten Patienten, die auf ihre medikamentöse Therapie verzichten können, für zukünftige Heilungsoptionen lernen?

Vor allem, dass man nie die Hoffnung auf Heilung aufgeben darf und dass es immer wieder wissenschaftliche Überraschungen geben wird. Eine weitere Lehre ist die wachsende Bedeutung einer engen Zusammenarbeit von Grundlagenforschern und klinisch forschenden Ärzten.

Wird irgendwann eine „sterile“ Heilung, also eine vollständige Entfernung der Viren aus dem Körper, möglich sein?

Never say never – ich würde es heute nicht mehr grundsätzlich ausschließen, die Forschung macht im Bereich Heilung große Fortschritte. Allerdings ist der Weg bis zu einer vollständigen Heilung noch sehr lang. Wir reden hier über 15, 20 Jahre. Dank der spezialisierten ärztlichen Versorgung und vertieftem Wissen haben wir jedoch schon heute einen sehr guten Behandlungsstand. Hinzu kommen sehr gut wirksame und verträglichere Medikamente. Mit deren Kombinationsmöglichkeiten lässt sich heute für die meisten individuellen Konstellationen eine entsprechend individualisierte Therapie einleiten. Allerdings gibt es nach wie vor eine Vielzahl an Herausforderungen: Die Interaktionen zwischen HIV-Medikamenten und Begleitmedikationen bei unseren älter werdenden Patienten mit Komorbiditäten werden immer komplexer. Late Presenter bleiben ein großes Thema. Hier drohen erhebliche Risiken. Das Monitoring des Therapieerfolgs und die Überwachung mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen sind bei lebenslanger Therapie unerlässlich. Von daher ist es vor allem wichtig, dass die HIV-Behandlung unbedingt in die Hand eines HIV-Spezialisten gehört.

Sind angesichts der Individualität der Behandlung für die HIV-Medizin Leitlinien hilfreich?

Absolut. Die Zeiten, in denen wir kaum Therapiealternativen hatten und mit dem Rücken zur Wand standen, sind zwar glücklicherweise vorbei. Durch die heute verfügbaren Medikamente und deren theoretisch kaum überschaubare Menge von Kombinationsmöglichkeiten ist es wichtig, dass die Fachgesellschaft regelmäßig die Datenlage überprüft und entsprechende Empfehlungen zum Therapiestart und zu den optimalen Kombinationen abgibt. Die immer besser werdende Behandlung hat bisher schon zu bemerkenswerten Erfolgen hinsichtlich der Lebenszeit und -qualität von HIV-Positiven beigetragen. Studien von der IAS haben gezeigt, dass eine leitlinientreue Therapie bessere Therapieerfolge ermöglicht. Dennoch wird es immer Situationen geben, im Einzelfall von den Empfehlungen abzuweichen. Dies sollte aber nur durch einen in der HIV-Medizin erfahrenen Kollegen erfolgen.

Für welche Patienten werden jetzt noch neue Medikamente oder -kombinationen gebraucht?

Insgesamt ist die Versorgungssituation gut. Es gibt aber weiter Patientengruppen mit besonderem Behandlungsbedarf: Patienten mit Nierenerkrankungen, mit erheblichen Adhärenzproblemen, mit multiresistenten Viren, mit Koinfektionen wie Hepatitis C, mit Unverträglichkeiten. Die Medikamentenentwicklung im HIV-Bereich ist zwar ruhiger geworden, aber es gibt weiterhin Forschungsbedarf und Optimierungspotenzial im Sinne von „Feintuning“ oder bei der Vereinfachung der Applikation. Allerdings liegt gerade darin auch eine Gefahr, im Sinne von: einfache Therapie, ich schreibe eine Pille auf und alles funktioniert – dass sich dann eben auch Leute an die Behandlung trauen, die eigentlich lieber die Finger davon lassen sollten. Denn es ist alles andere als einfach: Eine individualisierte Therapie, das intensive virologische Monitoring, das Nebenwirkungsmanagement, die intensive Beratung, dies alles erfordert nicht nur eine hohe Qualifikation des Behandlers, sondern auch einen hohen Zeiteinsatz.

Viel mehr Bewegung als bei der Entwicklung neuer HIV-Wirkstoffe ist ja offensichtlich im HCV-Bereich. Kommen die neuen, bereits auf dem Markt befindlichen und in naher Zukunft zu erwartenden Hepatitis-Medikamente auch HIV-/HCV-Koinfizierten zugute? Gibt es hierzu bereits ausreichend Daten?

Die derzeit verfügbaren neuen HCV-Medikamente kommen einigen HIV-Patienten durchaus zugute. Es gibt jedoch erhebliche Probleme mit der Verträglichkeit und den Interaktionen mit den HIVMedikamenten. Die in Entwicklung befindlichen neuen Hepatitis C-Medikamente werden nach der derzeitigen (obwohl noch nicht sehr umfangreichen) Datenlage teilweise besser mit HIV-Medikamenten kombinierbar sein. Sie werden auch besser verträglich und viel einfacher einzunehmen sein, es wird weniger Wechselwirkungen geben. Die Therapiedauer wird bei vielen Patienten auf bis zu drei Monate verkürzt werden können, auch eine interferonfreie Therapie ist in greifbare Nähe gerückt.

Stichwort infektiologische Erkrankungen wie HIV oder HCV: Ist das Problem der fehlenden strukturierten und anerkannten infektiologischen Weiterbildung der Niedergelassenen gelöst?

Leider nein, aber ein erster Schritt ist getan: Die von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und der dagnä gegründete Akademie für Infektionsmedizin hat in den letzten Monaten eine Vielzahl von Kursen zur infektiologischen Weiterbildung und Zertifizierung in ganz Deutschland angeboten, die gut angenommen wurden. So kamen wir auch dem Anliegen vieler Mitglieder entgegen, sich infektiologisch breiter aufzustellen und sie bei der Erlangung des Zertifikates „Infektiologe DGI“ zu unterstützen. Weitere Schritte müssen jetzt aber folgen: Eine Anerkennung durch die Ärztekammern ist dringend erforderlich. Die meisten Patienten mit Infektionen gehen zuerst zu einem niedergelassenen Arzt und nicht in die Klinik. Ein Großteil der Antibiotika in Deutschland werden im ambulanten Bereich verordnet. Hier sehen wir z. B. bei Harnwegsinfektionen immer häufiger multiresistente Erreger. Gonokokken sind mittlerweile in der Hälfte der Fälle gegen die lange Zeit verwendete Standardtherapie resistent. Erste Resistenzen gegen Cephalosporine sind in Deutschland beobachtet worden. Jüngste Vorfälle, etwa in Warstein, zeigen ja, dass bei Infektionen nicht nur im stationären Sektor Handlungsbedarf besteht.

Herr Dr. Schewe, vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Elke Klug. Das Interview erschien im Connexi-Konferenzbericht 4/2013. Wir danken dem Herausgeber und Verlag The Paideia Group für die Möglichkeit der Wiedergabe.

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Workshop 2012

22. dagnä-Workshop am 14./15. September 2012 in Köln

Workshop-Broschüre zum Download

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Workshop 2011

9./10. September 2011 in Köln

Programmbroschüre

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Workshop 2010

3./4. September 2010:
Pressemeldung
Programmbroschüre

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